Auf SiteProNews hat Adrienne Erin einen sehr interessanten Artikel geschrieben zum Thema Google Authorship. Grund ist die Ankündigung von Google die netten Autorenbilder aus den Suchergebnissen zu verbannen. Bis vor wenigen Tagen noch habe sich die Optimierer von Webseiten versucht möglichst viele ihrer Bildchen in den Suchergebnissen zu platzieren.

Wozu Autorenbilder gut sind 

Der Grund ist relativ einfach. Google liebt es wenn Menschen die Google Produkte nutzen und wenn in den Suchergebnissen ein Bild erscheint, dann haben die Suchenden irgendwie vertrauen in diesen besonderen Hinweis auf einen potenziell seriösen Autor. Der Effekt ist, die Menschen klicken lieber drauf und es ergibt sich mehr Traffic für dieses Suchergebnis. Soweit die Theorie, tatsächlich hat es sich in der Zeit ab 2011, als dieses Feature eingeführt wurde, gelohnt die entsprechende Verlinkung zu setzen. Wie es sich das Benutzerverhalten im Lauf der Zeit geändert hat, könnt ihr hier bei Justin Briggs nachlesen.

Was war geschehen 

Google hat die entsprechenden Ergebnisse nicht nur hervorgehoben, sondern auch gerne etwas weiter vorne platziert. Das brachte den Autoren entsprechend mehr Traffic und damit mehr Bekanntheit, und wie so oft, wenn man erst bekannt ist, dann bekommt man auch wieder mehr Traffic und so fort. Diese Tatsache blieb den Suchmaschinen-Optimierern nicht lange verborgen und so fingen diese an, ihre Webseiten auf genau diesen Fall zu optimieren. Daraus wurde, wie bei vielen guten Sachen, schnell wieder etwas, das entweder jeder hat. Oder viel schlimmer, das Feature wurde missbraucht, damit man sich als „toller“ Autor präsentieren konnte und so zu entsprechend schönen Suchergebnis-Einträgen kam, die für den Traffic und somit auch für den geschäftlichen Erfolg sorgen.

Google entfernt dieses Feature wieder (zum Teil) 

Was Google euch gibt, kann Google euch auch wieder nehmen. Ein einfache Weisheit und inbesondere in der virtuellen Geschäftswelt ein tatsächlich dramatischer Zustand. Es dauert heute nicht mal einen Tag um ein Unternehmen verschwinden zu lassen, oder um alle seine Finanzen einzufrieren. Und so ist es auch mit den Autorenbildern. Google selbst sieht darin keinen Vorteil mehr, also raus aus den Suchergebnissen, die meisten Einträge sind vermutlich ohnehin nicht auf „natürliche“ Weise entstanden. Ein weiterer Vorteil ist, das sich dadurch das Design auf den Desktop und auch den mobilen Systemen wieder etwas angleicht und Google überall wieder nach Google aussieht. Es wird also wieder übersichtlicher. Außerdem lassen sich in kompakteren Suchergebnissen noch mehr Anzeigen platzieren, ohne das der „Kunde“ scrollen muss. Und überhaupt lenken diese ganzen kostenlosen Bildchen von den Anzeigen ab, die das Geld in die Kassen spülen. Nun ja, abgesehen davon wird es ja nicht vollständig abgeschafft, sondern nur vereinfacht, also sprich ohne die Bilder der Autoren und ohne die Hinweise darauf, in wie vielen Google Kreisen jemand unterwegs ist.

Was heißt das jetzt konkret? 

Zusammenfassend kann man sagen, es lohnt sich trotzdem auch weiterhin die Google Authorship zu verwenden. Denn wer genau aufgepasst hat, wird in den Google Webmaster Tools bei den Labs einen interessanten Punkt gefunden haben, der Statistiken zur den Inhalten des jeweiligen Autors zeigt. Sicher. Der offensichtliche Vorteil des schönen Autorenbildes in den Suchergebnissen ist zwar nicht mehr gegeben, aber das sollte eigentlich nichts ausmachen. Wer weiterhin gute Beiträge schreibt, wird mit seinem Autorennamen, vielleicht schon dafür sorgen, dass die Leute direkt nach dem Schreiberling suchen. Das funktioniert ja im klassischen Buchbereich auch. Zumindest baut man sich eine gewisse Reputation auf, die über Google+ immer noch nachvollziehbar ist und auf die Dauer gesehen, also wirklich langfristig, kann es doch wieder stark von Vorteil sein, ein „bekannter“ Autor zu sein.

Lohnt sich Google Authorship noch?
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